Der bekannteste, älteste und größte Karnevalsumzug Deutschlands ist der Rosenmontagszug in Köln. Jedes Jahr seit 1823 werden dort etwa 300 Tonnen Süßigkeiten auf die Straße geworfen. Mit großen Festwagen, Tanzgarden, Reitern und Musikkapellen ergibt der Umzug eine Gesamtlänge von acht Kilometern.
Zum Kölner Rosenmontagszug reisen Jahr für Jahr rund eine Millionen Besucher an. Fasching „Vaschanc“ bedeutet „Fastenschank“: Das Wort für Fasching gibt es seit dem 13. Jahrhundert und ist vor allem im bayrischen Raum verbreitet. Während sich die Rheinländer also mit dem Karneval vom Fleisch verabschieden, geht es hier in erster Linie um die letzten alkoholischen Getränke vor der Fastenzeit.
Beim Fasching sind den Fantasien mit den Kostümen keine Grenzen gesetzt. Typisch für Fasching sind unter anderem auch Büttenreden in der Faschingsnacht. Fastnacht „Fastnacht“ bezeichnet die „Nacht vor dem Fasten“ und entstand im 12. Jahrhundert. Der Beginn der Fastnacht (Fasent oder Fasnet) ist bereits am Dreikönigstag, 6. Januar. Das Wort Fastnacht und seine Abwandlungen werden vor allem in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, in Franken, in der Oberlausitz, in Baden-Württemberg, Bayerisch-Schwaben, im westlichen Oberbayern, der Oberpfalz sowie in Luxemburg, der Schweiz, Liechtenstein, dem österreichischen Bundesland Vorarlberg und Südtirol verwendet.
Im Südwesten Deutschlands gibt es die schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Dort werden solche Holzmasken getragen.
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