Bereitwillig und ohne zu zögern gab das Stadtoberhaupt den Rathausschlüssel an den amtierendem Prinzen der KG Rote Funken Saalhausen, Volker I. (Daus) ab. Das machte Bürgermeister Hundt nichts aus. Er hatte sich längst in die buntkostümierten Karnevalsfans eingereiht und schunkelte kräftig mit.
Dass er trotzdem eine Träne im linken und vielleicht auch im rechten Auge habe, räumte das Stadtoberhaupt dennoch ein, als er in seiner kurzen Ansprache darauf verwies, dass es das letzte Mal sei, dass er Karneval noch was zu melden habe. Bei den Kommunalwahlen im September kandidiert Stefan Hundt nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters.
Sein Gruß galt den Karnevalisten aus Elspe, Bilstein, Saalhausen, Grevenbrück, Halberbracht, Oedingen, Langenei/Kickenbach und Kirchveischede und Oberelspe die mit stattlichen Abordnungen dabei waren. Mit Blick auf den Oberelsper Prinzen Yannic I. (Schmidt) und seine Höhe hatte Stefan Hundt noch einen Kalauer auf Lager: „Übrigens, das hat es noch nicht gegeben, dass ein Prinz höher ist als ich.
Beim Rückblick auf die Geschichte der Altweiberpartys im Rathaus sagte Hundt, dass der Hauptinitiator der Veranstaltung Berthold Knoche aus Germaniahütte gewesen sei. Der Grevenbrücker Prinz der Session 2001/2002 und Bauer der Session 2007/2008 hat damit eine gute Idee für die Karnevalsfans in Lennestadt und darüber hinaus ins Rollen gebracht. Seit einigen Jahren sorgen die Jecken alljährlich an Altweiber dafür, dass im Lennestädter Regierungstempel nicht nur die Türen vibrieren.
Eine tolle friedliche Party, von Buntkostümierten lässt den Alltag für einen Tag ruhen und sorgt dafür, dass die Akten in den Regalen bleiben. Für den guten Ton sorgte die Live-Musik der Band „Kölsch Connection“, deren Frontsänger Christian Korte sich bei Bürgermeister Hundt bedankte und Olli Mester, der am Mischpult die Stimmung anheizte.