Die Krise habe gezeigt, dass Menschen unterschiedlich betroffen seien. Viele, vor allem im ländlichen Raum, seien aber in einer privilegierten Situation gewesen. Sie hätten nicht wie viele Städter den Lockdown in kleinen Wohnungen ohne Balkon aushalten müssen. Für den Minister eine Chance, auf die Vorteile des Lebens auf dem Land und in Dörfern hinzuweisen. Berghof: Krise bietet auch ChancenAngesicht von immer noch 2,5 Millionen Menschen in Kurzarbeit und dem drohenden Aus für ganze Branchen gelte auch: „Laissez-faire geht nicht“. Inzwischen sei man im Gesundheitswesen und was die Ausrüstung mit Schutzkleidung und Intensivmedizin angehe, besser aufgestellt als im Frühjahr. Laumann schränkte aber gleich ein: „Wir können nicht nochmal so viel Geld in die Hand nehmen.“
Alle müssten sich an die Regeln halten und dafür sorgen, dass sich die Krise nicht verschärft. Andererseits können man auch nicht alles verbieten. Wenn Kinder gemeinsam die Kita besuchten sei es nicht einzusehen, warum sie nicht auch einen Martinszug machen sollten.
„Wir müssen auch versuchen, Traditionen zu bewahren, sonst sind sie vielleicht auf Dauer weg“, warb der Gesundheitsminister für kleine Schritte zur Normalität. Sein Credo: Das Virus geht nicht weg - wir müssen damit leben.


