Zuhören ist heute in erster Linie angesagt für Alicia Nowak, denn richtig mitanpacken darf sie in der Werkstatt nicht. Aus Sicherheitsgründen. „Ich bin aber technisch ohnehin nicht so begabt und habe von Autos keine Ahnung“, sagt die 13-Jährige und lacht. Genau aus diesem Grund nämlich habe sie sich aber dafür entschieden, den „Girls´ Day“ in einer Kfz-Werkstatt zu verbringen. Um ganz bewusst etwas anderes auszuprobieren und kennenzulernen. „Die meisten basteln schon früh selbst“ Was genau ein Kfz-Mechatroniker – stark vereinfacht gesagt – eigentlich macht, erklärt ihr Stefan Langer in sechs Wörtern: „Reparaturen und Diagnosen rund ums Auto.“ Um dafür geeignet zu sein, brauche es technisches Verständnis und Interesse, das sich oft schon in jungen Jahren zeige: „Die meisten, die diesen Job machen, haben schon früh angefangen, selbst an Fahrrädern oder am Mofa zu basteln“, sagt Schröder. Die Bereitschaft, sich immer wieder die Hände schmutzig zu machen, sei natürlich auch eine Selbstverständlichkeit.
Blick ins Innere: KfZ-Mechatroniker Stefan Langer zeigt und erklärt der Schülerin an der Hebebühne, wie ein Motor aufgebaut ist und funktioniert.
Foto: Sven Prillwitz
Um 8 Uhr hat ihr Schnupperpraktikum begonnen, das – unterbrochen von einer einstündigen Mittagspause – bis 17 Uhr dauert. Es läuft dabei aber nicht ausschließlich auf Zuhörern und Zuschauen hinaus. Ganz zu Beginn musste die Schülerin ein Auto gründlich aussaugen. Das gehört hier zum Service. Und auch bevor sie das erste Mal Feierabend macht, wird Alicia Nowak noch einmal Ordnung machen: Jeder Arbeitstag endet hier nämlich damit, die Werkstatt aufzuräumen.

