Der jetzigen Baumaßnahme ist eine langwierige Genehmigungs- und Planungsphase vorausgegangen, in der unter anderem Vereinbarungen mit verschiedenen Grundstückseigentümern getroffen wurden.
Der neue Kanal verläuft durch die Wiesen unterhalb der Kläranlage Oberhundem bis nach Selbecke. In Selbecke übernimmt der Ruhrverband das dortige Pumpwerk der Gemeinde Kirchhundem und baut es zum Regenüberlaufbecken um. 1,6 Millionen Euro Weiter verläuft der Kanal mit kleinerem Rohrquerschnitt durch die Hundemaue entlang der Hundem bis zum Ortseingang Würdinghausen, wo der Anschluss an das gemeindeeigene Kanalnetz erfolgt.
Damit die Gemeinde Kirchhundem auch das Pumpwerk Rinsecke aufgeben kann, baut der Ruhrverband für die Gemeinde einen Anschlusskanal im Rinsecketal mit. Die Gesamtkosten für die Bauarbeiten werden voraussichtlich rund 1,6 Millionen Euro betragen. Anpassungen im Abwassernetz Die aktuelle Maßnahme ist der letzte Schritt, der notwendig ist, um das Abwasser von Oberhundem durch die Kanäle der Gemeinde und den Ruhrverbandskanal in Lennestadt bis zur Kläranlage Lennestadt ableiten zu können.
Im Vorfeld wurden bereits die Zulaufkanäle von Altenhundem bis Lennestadt-Maumke ertüchtigt und verschiedenen Anpassungen im Abwassernetz der Gemeinde Kirchhundem vorgenommen. Durch den Anschluss erübrigen sich die ansonsten erforderliche Sanierung der Kläranlage Oberhundem sowie der Neubau eines Regenbeckens auf dem Kläranlagengelände. Auch der Energieaufwand kann durch den neuen Kanal und die damit verbundene Stilllegung von Pumpwerken reduziert werden.
Das Kläranlagengelände in Oberhundem wird nach Fertigstellung des Anschlusskanals in den Urzustand zurückversetzt und kann dann wieder als Weidefläche genutzt werden.
(LP)
Zwischen Oberhundem und Würdinghausen
Baustart für vier Kilometer langen Anschlusskanal
Symbolfoto: Patricia Korn

